Freitag, 16. September 2011

Mit der Tour de Suisse mitten ins Herz fahren

Wird das Stedtli aus allen Nähten platzen? Die Etappenankunft der Tour de Suisse im nächsten Jahr soll auf dem Stadtplatz erfolgen (Bild: Markus Nobs).

Erste Strecken-Besichtigung in Aarberg mit Tour de Suisse-Direktor Kurt Betschart. Eine Knacknuss bietet die Zielankunft auf dem "Stedtliplatz".

Jeweils im August beginnen für Tourdirektor Kurt Betschart die Besichtigungen der Etappenorte des darauffolgenden Jahres. Nach welchen Kriterien wird entschieden, wo sich Start und Ziel befinden? Welche Faktoren müssen berücksichtigt werden?

Zosso: Sperrung kein Problem
Kurt Betschart erzählt von seinem Besuch in Aarberg und den Herausforderungen an diesem Etappenort: „Das Ziel der 3. und der Start der 4. Etappe erfolgen in Aarberg im Berner Seeland. Aarberg verfügt über einen sehr schönen Platz im historischen Ortszentrum. Normalerweise gilt dort Tempo 20, was dem Fussgänger den Vortritt gegenüber dem motorisierten Verkehr gewährt. Selbstverständlich möchten wir mit der TdS mitten ins Herz von Aarberg fahren. Aus organisatorischer Sicht bietet der Stadtplatz ausreichend Quadratmeter, um die komplette Infrastruktur der Tour aufzustellen. Zudem ist es gemäss OK-Präsident Hans Rudolf Zosso glücklicherweise kein Problem, den Stadtplatz während zwei Tagen komplett zu sperren und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung wird für die Radprofis ausser Kraft gesetzt ...", so der Tourdirektor.

Attraktive Etappenankunft und idyllischen Start
Betschart weiter: "Ein grosses Hindernis stellt bei einer Zielankunft in einer Altstadt oftmals die Zufahrt dar. Der Stadtplatz ist nur aus zwei Richtungen zu erreichen. Aus östlicher Richtung muss man mindestens zwei 90 Grad Kurven befahren, was für eine Flachetappe mit eventuellem Massensprint zu gefährlich ist. Aus westlicher Richtung kann das Stadtzentrum über eine alte, schmale Holzbrücke mit einer Maximalhöhe von 2.95 Meter erreicht werden. Aus renntechnischer Sicht werden wir die Anfahrt nach Aarberg entweder so gestalten, dass sich das Feld in verschiedene Gruppen teilt oder dass es sich durch mehrere Kurven schlängeln muss und somit in die Länge gezogen wird. Eine weitere Knacknuss sind die nur beschränkt verfügbaren Parkplätze in der Altstadt. Da alle vorhandenen Flächen mit der Tour-Infrastruktur belegt werden, muss der Tour-Tross mit den rund 500 Fahrzeugen ausserhalb in der Industriezone oder auf befestigten Wiesen abgestellt werden. Trotz allen Herausforderungen bin ich überzeugt, dass wir zusammen mit dem lokalen Organisationskomitee eine schöne, attraktive Etappenankunft und einen idyllischen Start erleben werden", so Kurt Betschard überzeugt.

Quelle: "Tourletter" der Tour de Suisse von dieser Woche

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