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Es werden Posts vom Januar, 2014 angezeigt.

Der Weg ins Glück (Teil 1)

Sie liegt gleich vor - oder sagen wir besser hinter unserer Aarberger Haustüre: Die Wanderung dem Hagneckkanal entlang zur eisernen Brücke (von manchen auch "Ratteri-Brücke" genannt) und zurück ins Grafenstädtchen. Der Marsch dauert rund zweieinhalb Stunden. Treffpunkt ist der Parkplatz der Gärtnerei Widmer an der Walperswilstrasse. Es ist ein sonniger Sonntag Morgen und es scheint fast ein bisschen, dass sich der Frühling bereits vordrängeln möchte. Bereits nach etwa einer Viertelstunde macht mit einem unverkennbaren "Tock-Tock... Tock-Tock-Tock" ein Buntspecht auf sich aufmerksam, welcher an einem abgestorbenen Astausleger einer Föhre herumhackt, als würde um diese Zeit niemand mehr schlafen.
Ein Stück Geschichte überquert man auf Höhe des Wasserturms: Die alte Römerstrasse, welche zu jener Zeit die Hauptverbindungs-Achse durch das Seeland darstellte. Wie viele Pferde und Wagen sind diesem Weg wohl bereits gefolgt? Dort wo der Pfad dem Hagneckdamm entlang noch im…

Der Weg ins Glück (Teil 2)

Kurz oberhalb der eisernen Brücke fliesst der Kallnach-Kanal in die Aare und es ergeben sich stimmungsvolle Bilder.
Auf der Bargenseite angelangt, befindet man sich bereits auf dem Rückweg. Die Sonne steht nun wieder hoch über der Bargenschanze und vor allem ist ihre Wärme auf dem Gesicht und den Händen sehr willkommen.
Die Strecke dem Kanal entlang ist hier - trotz dem erfolgten Kahlschlag - sehr schön. In Gedanken versöhnt man sich bald einmal wieder mit der Tatsache der fehlenden, hochstämmigen Tannen, Föhren und Buchen, denn die vielen kleinen Bäumchen und Sträucher, mit welchen hier neu aufgeforstet wird, lassen erahnen, dass an dieser Stelle bis in wenigen Jahren auch wieder Vögel und andere Kleintiere einen nützlichen Lebensraum vorfinden werden.
Der Wind schlägt die Wellen flussaufwärts und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Aare würde Richtung Aarberg fliessen.
Kurz vor Bargen steht am Wegrand ein Gedenkstein. General Dufour und seine Truppen waren auch sch…

Fast eine Million weniger als erwartet

Hier auf der Kräheninsel, wo früher die Schrebergärten angesiedelt waren, wird derzeit die neue Mehrzweckhalle gebaut (Bild: Markus Nobs). Die Mehrzweckhalle Aarfit ist im Bau, doch der Kanton kürzt seinen Beitrag für die neue Halle. Nach dem Altlastenproblem droht jetzt finanzielles Ungemach: Der Kanton will weniger ans Projekt zahlen, als berechnet war. Dagegen wehrt sich die Gemeinde. Am Nordrand von Aarberg wachsen Mauern in die Höhe. Dort wird die Mehrzweckhalle Aarfit gebaut. Die Bodenplatte ist betoniert und jetzt sind die Bauleute daran, die Wände aufzurichten. In gut einem Jahr soll die Halle bezugsbereit sein.Das 10-Millionen-Projekt kam vor anderthalb Jahren ins Stocken, weil auf dem Gelände Altlasten entdeckt wurden. Die Entsorgung machte die Halle teurer. Der bereits bewilligte Kredit von 8,9 Millionen Franken musste nochmals vors Volk - ergänzt durch die 1,65 Millionen Franken für die Altlastensanierung. Die Aarberger sagten auch zum neuen Kredit von 10,55 Million…

Der Mut einer Pionierin

Zwei Jahre vor der Pension die Kündigung erhalten: Für Christine Jaggi brach damals eine Welt zusammen (Bild: Markus Nobs).28 Jahren lang hat sie für die Spitex gearbeitet. Zwei Jahre vor der Pensionierung erhielt sie die Kündigung. Doch Christine Jaggi gab nicht auf. Nun kehrt sie mit der eigenen Firma zurück. «Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Es war ein Riesenschock!» Die  Erschütterung von Christine Jaggi ist nachvollziehbar. Schliesslich hat sie mehr als die Hälfte ihres Arbeitslebens der Spitex in Aarberg gewidmet, bevor sie vor einem halben Jahr plötzlich die Kündigung erhielt. Nur zwei Jahre vor der Pensionierung.

Doch sie schaut vorwärts und nicht zurück. Denn seit ein paar Tagen ist sie die Chefin einer neuen Firma, der Prissag in Aarberg. Prissag ist die Abkürzung für Private Spitex Seeland AG. Angeboten werden dieselben Leistungen wie bei der öffentlichen Spitex. Zum Beispiel die Betreuung nach einem Spitalaufenthalt,  Wundversorgung oder die sogenannte «Pal…

Auf Manor folgt Chicorée

Aufatmen im Stedtli: Im kommenden Frühjahr eröffnet am bisherigen Standort von Manor ein Chicorée-Kleidergeschäft. Zuvor wurde befürchtet, dass das Geschäftshaus an prominenter Lage für längere Zeit leer stehen würde.
Manor ist soeben aus den Räumlichkeiten am Stadtplatz 2 ausgezogen und das letzte Stück Geschichte wird abtransportiert: Eine Kehrichtmulde mit den Einrichtungsgegenständen aus dem Laden, welche nun ihre Schuldigkeit getan haben.

Seit den Kriegsjahren an diesem Standort
Seit 1944 betrieb Manor, welches zuvor die Namen „Zur Stadt Paris“ und „Nordmann“ trug, an diesem Standort ein Warenhaus (das BT berichtete). Wie soeben bekannt wurde, wird im Frühjahr 2011 nach einem grösseren Umbau ein Chicorée-Laden in die Räumlichkeiten einziehen. „Aarberg ist ein sympathisches Pflaster“, so Jörg Weber, Gründer und Inhaber der Ladenkette Chicorée, welcher in der Schweiz bereits 140 Filialen betreibt und mit diesen erfolgreich junge Frauenmode und Accessoires verkauft (siehe Box). „D…

Schafherde beendet Winter in Aarberg

Der Aufenthalt im Flachland ist bald zu Ende. Die 400 Schafe zählende Herde "grast" noch bis 15. März in Aarberg. Heute auf dem Feld zwischen Aarberg und Kappelen, die letzten beiden Tage dann am Hagneck-Damm.

Bis Dienstag werden die meisten Besitzer ihre Schafe hier in Aarberg abholen. Der Rest der Herde wird den Sommer über auf dem Gotthard-Pass verbringen. Die Hirten aus dem Graubünden und dem Kanton Uri sind seit letzten November unterwegs. Gestartet wurde in Belp, die Route führte durchs Mittelland ins Seeland. Immer dort entlang, wo es genügend zu Fressen gab.

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Aarberger Kino steht zum Verkauf

Das Kino Royal in Aarberg: Droht ihm das baldige Aus? (Foto: zvg)
Während drinnen im Kino die letzten Minuten des "Verdingbub" laufen, fällt wohl bald der letzte Vorhang für das geschichtsträchtige Aarberger Kino Royal. Die Liegenschaft steht zum Verkauf.

Interessierte müssten für das Wohn- und Geschäftsgebäude an der Murtenstrasse 890'000 Franken aufbringen. Unklar ist derzeit, was nach einem Besitzerwechsel mit dem 130-plätzigen Kino und dem Coiffeursalon im Erdgeschoss geschehen würde. Das Haus wurde im Jahre 1954 erbaut und vor sechs Jahren renoviert.

Bereits im April dieses Jahres berichtete das Schweizer Fernsehen über das drohende Aus für Klein-Kinos in der Schweiz. Der Grund: Die Digitalisierung in der Filmwelt. Immer mehr Filme kommen mit höherer Auflösung, schärferen Bildern und 3-D-Animationen in die Kinos. Um diese Streifen vorführen zu können, müssten die Kino-Betreiber für teures Geld neue Projektoren beschaffen. "Für viele Klein-Kinos bedeutet die…