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Es werden Posts vom November, 2014 angezeigt.

Trotz Mehrzweckhalle keine Steuererhöhung

Der Aarberger Gemeinderat will die Steuern in den nächsten fünf Jahren nicht erhöhen. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen. Eigentlich hätte es im Vorfeld des Mehrzweckhallen-Baus in der Aarolina aus finanzieller Sicht kaum schlechter laufen können: Zuerst kamen Altlasten im Boden zum Vorschein, welche die Kosten für das Gesamtprojekt plötzlich auf 10,55 anstelle der geplanten 8,9 Millionen Franken ansteigen liessen. Schliesslich entsagte auch noch der Berner Regierungsrat einen happigen Brocken aus dem Sportfonds. Anstelle des erhofften Zustupfs von 1,3 Millionen Franken wurde dem Aarberger Projekt lediglich 371‘000 Franken zugesprochen. Es sah düster aus am Aarberger Finanzhimmel. Gegner des Mehrzweckhallenbaus, so unter anderem die „IG Gesunde Finanzen in Aarberg“ um den ehemaligen SVP-Gemeinderat Hans Pfäffli, prognostizierten im Vorfeld der Abstimmung einen Anstieg des Steuerfusses auf 1,70 oder gar 1,80 Einheiten.Fünf Jahre keine Erhöhung Umso erstaunlicher war es für di…

Ein Hochstämmer für die Kleinsten

Pro Natura hat der Primarschule Aarberg einen Baum geschenkt. Die Erst- und Zweitklässler durften ihn pflanzen. Mit grossem Kraftauwand und unter Beobachtung von Schulleiter Roland Schär im Hintergrund pflanzen Leon (links) und Adriano den jungen Hochstamm-Birnbaum auf dem Schulareal. Hauswart Michael Schwab stellt derweil sicher, dass das Bäumchen gerade zu stehen kommt. Letzte Woche ging es einem Kastanienbaum an der Murtenstrasse an den Kragen. Männer in Orange hatten die Strasse abgesperrt und ein grünes Ungetüm auf Rädern riss den Baum am Rande der Rössli-Kreuzung mit einem dicken Stahlseil zu boden. Es musste wohl sein, denn am Strunk war gut zu erkennen, dass dieser Baum halb durchgefault war. Seinem Pendant auf der anderen Strassenseite ereilte bereits vor längerer Zeit dasselbe Schicksal. Dass es sich bei diesen beiden, markanten Bäumen um historische Ueberbleibsel Aarbergs gehandelt hatte, wussten wohl nur noch ältere Bewohnerinnen und Bewohner. Die beiden Bäume prägten w…

Mehr Verkehr, mehr Bedeutung

So gesittet wie auf dieser Abbildung aus dem Jahr 1912 ging es auf dem Stedtliplatz auch früher nicht immer zu und her. Dieses Bild lieferte wertvolle Informationen für die Inventaraufnahme der Verkehrswege. Dass Aarberg einmal einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Schweiz war, weiss heute kaum jemand. "Wenn man diese Karte von 1901 betrachtet, sieht man, dass damals der ganze Verkehr über die Holzbrücke und durch das Stedtli ging", so Hans Pfäffli, welcher für das Aarberger Ortsarchiv diesen Vortragsabend organisiert hatte. Tatsächlich: Von der heute viel befahrenen Bahnhofstrasse ist auf dem alten Dokument noch nichts zu sehen. "Aarberg als Knotenpunkt historischer Strassen" lautete das Thema, zu welchem Hanspeter Schneider, Präsident von Via Storia die Anwesenden mitunter in Staunen versetzte. Via Storia ist eine Stiftung für Verkehrsgeschichte, welche im Auftrag des Bundes unter anderem ein Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz ers…

Zumba zwischen Zwiebeln

Deutlich mehr Stände mit Zwiebeln als in den Vorjahren und mehrere tausend Besucher am Aarberger Zibelemärit. Sie sei froh, dass der Nebel hocken bleibe, denn das sei besser für die Ambiance am Zibelemärit, sagt eine Marktfahrerin, welche mit Wollmütze und Daunenjacke bekleidet hinter ihrem Stand steht und seit den Morgenstunden gute Geschäfte macht. So blieb es auch: Die Sonne liess sich nur kurz einmal durch die Nebeldecke hindurch erahnen und im Seeland lag der Nebel den ganzen Tag über wie in einer Badewanne; herbstlich eben. Einem dem dies ebenfalls nichts ausmachte war der Aarberger Heinz Brunner, welcher seinen Stand vor dem ehemaligen Modegeschäft Aeschbacher aufgestellt hatte und dort die wunderschönen, mit Trockenblumen und Schleifen verzierten Zwiebelzöpfe seiner Frau verkaufte. „Die Zwiebeln sind aus Kallnach und meine Frau Susi zöpfelt sie alle von Hand“. Er selbst sei Werkzeugmacher und habe „diese hier“ hergestellt. Brunner zeigt dabei auf ein tütenförmiges Geflecht …

Das "Säli" ist überall

"Im Säli" heisst das neue Werk von Achim Parterre. Am Samstag war er für eine Buchlesung in Aarberg zu Gast. "Ja, ich bin in Nidau aufgewachsen" strahlt der 44-jährige Achim Parterre auf die Frage des Bieler Tagblatts nach seiner alten Heimat, dem Seeland. Mittlerweile wohne er jedoch in Langnau im Emmental und es ist so, wie auf seinem Buchumschlag geschrieben steht: "Die Schweiz verändert sich, das Säli aber bleibt". Er muss es wissen: Der bereits einmal nach Nordschweden ausgewanderte und wieder zurückgekehrte Autor kommt viel in der Welt herum, auch in der eidgenössischen. Parterre ist ein einzigartiger Beobachter und Erzähler. Seine berndeutschen Geschichten sind witzig und doch tiefgründig. Man könnte sagen, sie holen die Zuhörer dort ab, von wo sie gerade herkommen: Aus dem privaten, persönlichen Umfeld eben, das jeder und jede kennt und in dem man sich tagtäglich bewegt ohne sich grosse Gedanken darüber zu machen. Muss man auch nicht, denn das …