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Viel Geld für gute Zwecke

Gleich fünf Organisationen konnten vom Jubiläumsjahr des Rotary Clubs Lyss-Aarberg profitieren: Sie erhielten alle einen Check über 3000 Franken für ihre gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeit.
Ein kleiner, rosaroter Notenständer ist es, welcher Rotary-Präsident Heinrich Marti als Unterlage für die Notizen zu seiner bevorstehenden Ansprache dient. Kurz zuvor hatte hier auf der Bühne der KUFA Lyss die Regionale Musikschule den Auftakt zur heutigen Veranstaltung bestritten. Dies «sozusagen als musikalischer Dank» für die finanzielle Unterstützung der Rotarier, wie es Schulleiter Christian Wili nennt. «Der Rotary Club sucht normalerweise nicht die öffentliche Aufmerksamkeit» erwähnt Präsident Heinrich Marti bescheiden. Dieses Jahr machte der Club mit seinen derzeit 66 ausschliesslich männlichen Mitgliedern jedoch eine Ausnahme: Die Rotarier, welche zu einem grossen Teil aus Unternehmern, Wirtschaftsführern und bekannten Lokalpolitikern bestehen, feierten im 2016 mit verschiedenen Aktivitäten ihr 50-jähriges Bestehen. Als krönender Abschluss kamen nun fünf Organisationen mit gemeinnützigem und ehrenamtlichem Charakter zum Handkuss. Es sind dies nebst der Regionalen Musikschule Lyss die Dargebotene Hand Nordwest, die KUFA Lyss, das Lokalfernsehen Lyss und Umgebung (Loly) sowie die Musikschule Aarberg. «Die Entscheidung war richtig, dass wir uns in der Region engagieren wollen», so ein zufriedener Heinrich Marti nach Uebergabe der Checks im Gesamtwert von 15'000 Franken an die Verantwortlichen der einzelnen Organisationen.
Wie wird das Geld eingesetzt?
Ein interessantes Projekt will die Dargebotene Hand vorantreiben: «Nebst der Hilfe per Telefon, werden wir künftig auch eine Online-Hilfe anbieten können», freut sich Geschäftsleiterin Claire Sunier. So würden jüngere Menschen oder solche mit einer Einschränkung, wie zum Beispiel einer Hörbehinderung, besser angesprochen. «Bei uns arbeiten vierzig Personen ehrenamtlich 25 Stunden pro Monat. «Eine Lebenskrise kann jeden treffen», weiss Sunier. Allein aus dem Seeland hätten bereits über 1500 Personen die Nummer 143 der Dargebotenen Hand gewählt. Sunier: «Zuhören heisst, Zeit und Menschlichkeit schenken». Renato Anneler freut sich ebenfalls über die Finanzspritze. «Das Geld wird dafür eingesetzt, um nebst den bereits angebotenen halbjährigen Ausbildungen, zusätzlichen jungen Menschen journalistische Praktika beim Loly zu ermöglichen». Ben Arn von der KUFA Lyss freut sich ebenfalls über die Berücksichtigung bei der Preisvergabe, obwohl er schmunzelnd zugeben muss: «Wir haben das Geld bereits ausgegeben». Die KUFA habe sich nämlich erst kürzlich einen neuen Foodstand-Container angeschafft.
Die Musikschule Aarberg wiederum wird die 3000 Franken «für einmal nicht für ein schulisches, sondern für ein ausserschulisches Projekt einsetzen», gibt Schulleiter Marco Aebersold bekannt. So soll ein Orchesterprojekt mit jüngeren und älteren Musikerinnen und Musikern, welches erst in diesem Jahr gegründet worden sei, unterstützt werden. Garant für das Gelingen des Unterfangens sei der bekannte Aarberger Dirigent und Musiker Stefan Kurzo, welcher das Orchester leite, so Aebersold. Nebst traditionellen Instrumenten, wie sie bei einem Sinfonieorchester vorkommen, würden hier beispielsweise auch ein Klavier, Gitarren oder ein E-Bass zum Einsatz kommen. «Am 18. November tritt das Orchester bereits zum ersten Mal öffentlich auf», freut sich der Schulleiter. «Natürlich sind auch alle Rotarier herzlich eingeladen, uns an diesem Tag in der Mehrzweckhalle Bargen zu besuchen».
Artikel von Markus Nobs aus dem Bieler Tagblatt vom 12.11.2016

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